Schon mal etwas von der Electronic Flightbag von Aivlasoft gehört? Ich gebe es zu – bis vor einem Monat kannte ich weder Firma noch Produkt. Doch AivlaSofts Electronic Flightbag ist für mich DIE Addon-Überraschung des Jahres! Gerade FSX-Piloten wird dieses Tool eine riesige Hilfe sein – gibt es doch für diesen Simulator praktisch keine brauchbare Flugplanungs-Software, geschweige denn Kartenmaterial im Sinne einer Moving Map…
Unsere vollständige Rezension, geschrieben von Holger Kistermann, gibt es unter “weiterlesen”…
Was macht die Electronic Flightbag von AivlaSoft eigentlich zu meinem persönlichen Highlight in diesem Jahr? Nun, der FSX ist seit 2007 auf dem Markt. Doch in Sachen Flugplanung hat sich nur wenig bewegt. Der Flightsim Commander ist sicherlich gut, aber nicht intuitiv bedienbar. FSBuild kann viel mehr als die bloße Planung der Route, doch es besitzt keine Moving Map-Funktion und das Kartenmaterial… – naja, reden wir nicht weiter darüber. Vroute-Premium habe ich nach einer halben Stunde wieder deinstalliert. Dann gibt es noch für diejenigen, die lieber planen als fliegen, den FOC von Aerosoft. Und es gibt noch ein paar weitere Tools – aber lassen wir das… Kurzum: Es gibt per heute keinen vernünftigen Flugplaner mit Moving Map-Funktion. Sagen wir lieber “gab”, denn Electronic Flightbag macht vieles besser.
Wer braucht eigentlich Electronic Flightbag?
Ich gehe einfach mal davon aus, dass die meisten Flusi-Piloten den Flight Simulator-eigenen Flugplaner nutzen. Der kann im Grunde genommen schon recht viel: Er kennt viele Wegpunkte und schlägt anhand derer auch eine sinnvolle Strecke vor, die sogar editierbar ist. Den Microsoft Flugplaner sollte man nicht unterschätzen, denn das, was er kann, kann er sogar recht gut. Doch für ambitionierte Stubenpiloten fängt die Planung der Route gerade erst dort an, wo es bei Microsoft aufhört! Wer sein Simulationserlebnis möglichst realistisch gestalten möchte, der achtet darauf, dass selbstverständlich die korrekten An- und Abflugrouten der Flughäfen eingehalten werden und das man verschiedene Strecken auf den gleichen Routen fliegt, wie es auch in der Realität getan wird. Das kann der Standard-Flugplaner nicht bewältigen.
Hier setzen die Addon-Flugplaner an. Entweder bringen sie bereits eigenes Datenmaterial von Haus aus mit oder sie bedienen sich externen, teils bezahlpflichtigen Quellen, wie beispielsweise den AIRAC-Cyclen von Navigraph. Mit diesen Daten gefüttert, kennen die Flugplaner von praktisch jedem größeren Flughafen die exakten An- und Abflugrouten, die SIDs und STARs, und jene Wegpunkte, die zwischendurch auch noch von Relevanz sind. Gegenüber dem Standard-Flugplaner des Flight Simulators kann man nun ganz konkret die korrekte Start- und Landebahn mit der entsprechenden Routenführung in Abhängigkeit des Wetters berücksichtigen. Und bis auf die Standard Terminal Arrival Routes (STAR) wird die geplante Strecke sogar von der Flight Simulator-ATC verstanden. Das es mit den STARs nicht klappt, liegt einfach an der beschränkten ATC, die ab einer gewissen Entfernung zum Zielflughafen den Piloten mittels Anflugvektoren lenken möchte. Entweder folgt man diesen Vektoren, was in der Realität übrigens auch hin und wieder geschieht, oder man quittiert den Flugplan und folgt dem geplanten Verlauf weiter. Später kann man sich dann ja immer noch die Landefreigabe von der ATC holen. Um es kurz zu sagen: Gerade wer mit realem Wetter fliegt, plant seine Routen idealerweise mit einem Addon-Flugplaner.
Electronic Flightbag richtet sich an all jene, die mehr Realität in der virtuellen Welt haben möchten. Denn im Gegensatz zu anderen Flugplanern hört die Realität hier nicht nach dem Erstellen des Flugplans auf. Vielmehr wird die Flugplanung als ein kontinuierlicher Prozess verstanden – der bis zum Endanflug andauert. Schließlich kann sich die Wetterprognose für den Zielflughafen unterwegs ändern: Anstatt der angenommenen Landerichtung soll nun genau anders herum gelandet werden. Oder es ist eine ganz andere Piste in Betrieb. Und um ganz auf die Spitze zu treiben: Die Landung auf dem vorgesehenen Flughafen wird aus irgendwelchen Gründen unmöglich.
Electronic Flightbag ist eine prozessorientierte Lösung. Was sich so furchtbar technisch anhört, bedeutet, dass der weitere Flugverlauf jederzeit planbar und änderbar ist. Das können andere am Markt befindliche Produkte nicht, denn AivlaSofts Electronic Flightbag übergibt alle Änderungen mit einem Mausklick in die laufende Simulation.
Was kann Electronic Flightbag?
Fangen wir besser erstmal damit an, was Electronic Flightbag nicht kann – denn das macht es einfacher, hinterher auf die Features einzugehen. Mit Electronic Flightbag kann man zwar, wenn man denn unbedingt möchte, sich die zu fliegende Route selbst zusammen stellen. Also praktisch jeden Wegpunkt einzeln definieren und in den Flugplan übernehmen. Eine “echte” Flugplanung wie man es vielleicht von anderen Produkten dieses Genres gewohnt ist, kann es nicht. Doch dafür gibt es Services, die kostenfrei im Internet verfügbar sind – und die können es eigentlich viel besser. Warum sollte man das Rad auch neu erfinden?
Electronic Flightbag bedient sich verschiedener Möglichkeiten für die initiale Routenplanung. Die weitere Verfeinerung wird dann ausschließlich innerhalb von Electronic Flightbag vorgenommen. So hat man beispielsweise die Möglichkeit, Flugpläne…
- …im FSX zu erstellen, in Electronic Flightbag zu importieren und hier zu vervollständigen
- …innerhalb von VATroute zu generieren und in Electronic Flightbag zu vervollständigen
- …innerhalb von Routefinder zu generieren und in Electronic Flightbag zu vervollständigen
- …von dritten Flugplanungs-Programmen, wie beispielsweise FS Build zu generieren und als FSX-Flugplan in Electronic Flightbag zu importieren
Ich persönlich nutze praktisch ausschließlich die VATroute-Option. Denn VATroute liefert erstklassige Flugpläne, die man online unter www.vatroute.net abrufen kann. Ein Flugplan von Zürich nach Frankfurt sieht beispielsweise so aus: “DEGES Z3 SUDEN T164 KOVAN T163 PSA”. AivlaSofts Electronic Flightbag hat ein wunderbares Interface, mit dem man direkt die VATroute- oder Routefinder Websites ansurfen kann, ohne noch einen separatem Browser öffnen zu müssen. Mit einem einzigen Mausklick kann man die Route in Electronic Flightbag sodann übernehmen und dort weiter bearbeiten. Das heißt konkret die den Wetterverhältnissen entsprechenden Runways sowie die Ab- und Anflugrouten hinzuzufügen.
Electronic Flightbag verfügt über wirklich bemerkenswert gute Kartenansichten. Diese können als “normale” Karten verwendet werden oder als Moving Map. Um die Karten mit Inhalten füllen zu können, bedient sich Electronic Flightbag mit Datenmaterial aus einem Navigraph AIRAC Cycle – also jenem Datenstamm, mit dem sicher viele PC-Piloten ihre FMC-Daten aktuell halten. Diese Daten reichen vollkommen aus, um alle relevanten Informationen für die Durchführung eines Fluges kartenseitig abzubilden. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil: Die Informationen des Kartenmaterials stimmt mit den Daten der Flight Management Computer in den Addon-Flugzeugen überein.
Für Flughäfen gibt es die Ground-Karten. Hier sind alle wichtigen Informationen zu Stellplätzen, Rollwegen, Pisten, Pistenlänge, -ausrichtung und -bezeichnung enthalten. Wenn man also irgendwelche kryptischen Rollinformationen von der Microsoft ATC erhält, kann man nun genau auf der Karte sehen, wo man entlang rollen muss. Optional selbstverständlich als Moving Map. Look & Feel der Grund-Karten entspricht übrigens dem, wie man es auch von professionellem Kartenmaterial von Navigraph selbst, Bottlang oder Jeppesen her kennt. Letzteres dürfte Realpiloten eher ein Begriff sein. Hier ein Beispiel: Der Flughafen Zürich Kloten; per Mausklick auf das Bild wird es größer.
Die Departure-Karte stellt den Verlauf des ausgewählten SID, des Standard Instrument Departures, dar. Also jenen Weg von der Piste bis zum ersten Wegpunkt des Flugplans. Entlang dieser Route gibt es vieles zu beachten: Mal müssen bestimmte Flughöhen / Pflichthöhen an den verschiedenen Wegpunkten eingehalten werden, manch anderer Wegpunkt ist mit einer Mindestflughöhe (“mindestens 4.000 ft”) versehen und an anderen Punkten gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen. Unten stehend habe ich, für einen Flug von Zürich nach Frankfurt, den DEGE1S SID von der Rwy 16 eingefügt. Der SID zeigt jene Wegpunkte an, die bei Addon-Flugzeugen mit FMC auch in diesem hinterlegt wären. So gibt es beispielweise dort den Punkt ZH502, an dem ich mindestens eine Höhe von 4.000 Fuß haben muss und von der zuvor auferlegten Geschwindigkeitsbegrenzung auf 210 Knoten wieder befreit bin. Oder der Enpunkt des SIDs, DEGES, der laut Karteninformation 8 NM vom Vorgängerpunkt ZH525 entfernt ist (@ 101°) und an dem ich mindestens bereits 8.000 ft hoch sein muss.
Die Enroute-Karte zeigt alles an, was zwischen SID und STAR von Relevanz ist. Je nach Belieben kann man weitere Karteninformationen, wie beispielsweise Flugplätze / Flughäfen und Navigationseinrichtungen einblenden oder ausblenden. Absolut wichtig sind natürlich die Namen der Wegpunkte, die Bezeichnungen der Airways, die Flugrichtungsangaben, die Entfernungen sowie die Frequenzen und Namen der Navigationseinrichtungen entlang der Strecke. So weiß man immer – und ohne großartig noch irgendwelche Unterlagen wälzen zu müssen – welche Frequenzen man für NAV 1 / NAV 2 rasten muss und welche Radiale, sprich Kurse, einzuhalten sind, bzw. welche Strecke vom FMC abgeflogen wird.
Die Karten für den STAR teilen sich in eine Arrival- und eine Approach-Karte auf. Die meisten großen Flughäfen verfügen über mehrere Standard-Anflugrouten pro Piste, die je nach Wetter, Uhrzeit etc. in Betrieb sind. Um auf die jeweilige Standard-Anflugroute, also der Standard Terminal Arrival Route STAR, zu gelangen, gibt es je nach Himmelsrichtung unterschiedliche Eintrittspunkte. Die Strecken dorthin nennt man Arrival. In meinem Falle, für die Strecke von Zürich nach Frankfurt, ist der Endpunkt der Kernroute (wie ich sie von VATroute übernommen habe) der Punkt PSA, also das Spessart NDB. Praktischerweise entspricht PSA auch meinem Eintrittspunkt, der Transition, für den STAR. Deswegen kann ich den Arrvial-Chart an dieser Stelle überspringen und kann gleich auf den Approach-Chart eingehen.
Der Approach-Chart ähnelt dem SID-Chart. Auch hier gibt es wieder eine ganze Reihe wertvoller Informationen und Restriktionen, die beachtet werden müssen. In unserem Falle fliegen wir den PSA25-STAR, einem CAT III-Anflug auf die Piste 25L von Osten kommend nach Frankfurt. Falls wir ins Holding geschickt werden, dann wahrscheinlich über dem CHARLIE-VOR. Praktischerweise ist die Holding-Route auch hier gleich eingezeichnet. Ansonsten gibt es eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf maximal 220 Knoten zwischen DF036 und DF021 auf einer Strecke von 20 Meilen bis in das kurze Endteil. NDBs und weitere VORs sind ebenso auf der Karte enthalten, genauso wieder wie die Angaben über verschiedene Mindesthöhen. Die Frequenz für das ILS Rwy 25L und dessen Ausrichtung von 249°.
Übrigens: Würde man sich beispielsweise in dieser Phase des Fluges für einen anderen Approach, eine andere Runway oder gar einen anderen Flughafen entscheiden, so ist das kein Problem. Einfach die gewünschte Änderung in Electronic Flightbag eintragen und den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen. Das ist ganz intuitiv… – im Route Setup die Destination ändern, den Arrival und Approach auswählen – und fertig! Zur besseren Übersichtlichkeit werden die Anflüge übrigens nach Himmelsrichtung sortiert. So kann man sich beispielsweise für eine Landung in Frankfurt Hahn statt in Frankfurt Main alle Anflüge aus Osten anzeigen lassen und direkt in den Flugplan einbinden. Mit Klick auf “Activate” ist die Flugplanänderung dann “scharf”. Im FSX braucht man im ATC-Menü nur noch die Guidance zur geänderten Destination anfordern. Mehr nicht.
Nach der Landung wird der Ground Chart für Frankfurt angezeigt.
Wie oben stehender Screenshot bereits zeigt: Auf Wunsch kann man sich sogar die exakte Route bis zum gewünschten Gate anzeigen lassen.
Umfang und Demo-Modus
Electronic Flightbag besteht aus dem Data Provider und der Display Unit. Der Data Provider ist das Herz der Anwendung; er stellt die Verbindung zwischen dem FSX und der Display Unit her. Hier werden auch die AIRAC Daten verarbeitet. Die Display Unit ist das, was ich auf den Screenshots gezeigt habe. Zum weiteren Umfang gehört auch eine ausführliche Dokumentation, die lesenswert ist, wenn man beispielsweise Electronic Flightbag auf einem zweiten Rechner laufen lassen möchte. Abgerundet wird der Umfang durch einen kompletten Navigraph AIRAC-Cycle.
Für den normalen Betrieb ist die Dokumentation allerdings nicht wirklich wichtig. Denn Electronic Flightbag ist absolut intuitiv bedienbar. Nach weitaus schwieriger zu bedienenden Flugplanern ist es nun eine Wohltat, mit ganz wenigen Mausklicks eine Strecke zu planen.
Wer sich selbst überzeugen möchte, kann Electronic Flightbag ohne Kaufverpflichtung 30 Tage lang im vollen Umfang kostenlos testen. Es wäre schön, wenn auch andere Hersteller so verfahren würden. Nach 30 Tagen (oder früher) kann man einen Key erwerben und das Programm unendlich lange freischalten. Sodann stellt das Programm auch nicht mehr bei jedem Gebrauch eine Verbindung zum Internet her, um den rechtmäßigen Besitz zu validieren; eine reine Vorsichtsmaßnahme.
Kompatibilität
Ich habe mit Electronic Flightbag praktisch keine Probleme gehabt. Nutzt man die Default-ATC, dann klappt eh alles. Ich nutze allerdings Radar Contact 4.3. Leider kann dieses Programm keine Electronic Flightbag-Flugpläne einlesen und stürzt ab. Man kann dieses Problem aber ganz einfach lösen, indem man einen weiteren Flugplaner “zwischenschaltet”, den Flugplan dort einliest, erneut abspeichert und erst dann in Radar Contact einliest.
Des Weiteren gab es auf dem Testrechner Probleme mit der Boeing 757/767 aus dem Hause Captain Sim. Doch diese Probleme waren, auch unter Zuhilfenahme von Urs von Aesch, dem Entwickler von Electronic Flightbag, nicht lösbar. Letztlich kann ich nicht sagen, ob es sich hierbei um reproduzierbare Probleme handelt.
Besitzt man eines dieser Addons, einfach mal die 30-Tage Testversion installieren und es selbst ausprobieren.
Fazit
Kein Flug mehr ohne! Electronic Flightbag steigert das Simulationserlebnis deutlich… – viel mehr, als es irgend ein anderes Addon in diesem Jahr bei mir getan hat.
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Pro |
Contra |
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Informationen |
Testsystem |
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(16 Stimmen, Durchschnitt: 4.31 aus 5)











Montag, 21.Dezember 2009 um 12:58
In der Tat ein sehr interessantes Tool. Schade nur, dass es nicht mit dem FS2004 kompatibel ist. Da muss ich wohl weiter beim FSNavigator bleiben.
Gruß
Frank
Montag, 21.Dezember 2009 um 16:17
Dem kann ich mich nur anschließen. Ich konnte mir dieses wirklich geniale Tool in Hergiswil ansehen. Wirklich genial, unbestritten, aber für mich persönlich ebenfalls insofern uninteressant, da es nur FSX-kompatibel ist. Airliner werden auch bei mir noch länger nur im FS2004 geflogen…
Gruß Mike
Redaktion simFlight
Montag, 21.Dezember 2009 um 16:25
Hi Frank und Mike,
seit dem ich Windows 7 habe, wird ausschließlich nur noch im FSX geflogen. Auch die Dickschiffe. Geniales Betriebssystem – hat bei mir echt viel gebracht.
Euer
Holger
Montag, 21.Dezember 2009 um 16:33
*Schnarch!*
Montag, 21.Dezember 2009 um 18:01
was ich jetzt denke, darf ich nicht öffentlich schreiben – es hat Vorurteilen bzgl. Schweizer Geschwindigkeit und der Frage nach benötigten fps zu tun … ach was soll es …
Der FS9 ist bei mir auch nur noch wegen der Airsimmer Rezension installiert. Sobald der für den FSX raus wäre, adé FS9.
Andererseits habe ich heute morgen mit dem Bärte Abschneiden gerade erst wieder geübt und den 5 Tage Bart auf 2 bis 3 Tage gestutzt *ggg*
So und jetzt muss ich schnell laufen (schon wieder Ironie), damit mich der Mike nicht kriegt
))
Viele Grüße,
Ingo
Montag, 21.Dezember 2009 um 18:01
Hups – habe ein “mit” vergessen, würde ich mir mehr Zeit nehmen, wäre das bestimmt nicht passiert
Montag, 21.Dezember 2009 um 19:40
Ach Ingo,
weißt du, was ICH gerade mache? Ich installiere nach dem Umstieg auf Windows 7 meinen FS2004 gerade komplett neu. Ich denke, ich werde auch in Zukunft noch viel Freude mit ihm haben. Es lohnt sich auf alle Fälle…
So, und jetzt lauf!
Gruß
Frank
Montag, 21.Dezember 2009 um 20:17
Nun, Ingo, Holger, mit win7 alleine ist es eben nicht getan. Wenn man nicht mehr ganz taufrische Simulationshardware hat, für die es keine Treiber (für win7) mehr gibt, oder solche, die mit einem seriellen Kabel ausgerüstet ist, dann nützt mir das ganze auf Win7 Aufrüsten nix. Weil, auf diese Hardware kann (und vorallem will) ich nicht verzichten. Es gibt, zumindest bis dato auch noch keine Win7 Treiber für die RS232 Karte in meinem PC, die ich extra für diesen Anschluss einbauen musste. Adapter funktionieren nicht zuverlässig.
Da kannst Du mir noch lange vorjubeln, wie toll win 7 ist (was es übrigens sicher wäre, wenn ich die Hardware installieren könnte. Vista64 konnte es zumindest noch).
Zudem, abgesehen von der Hardware, darf man auch von win7 nicht alle Wunder erwarten betreffend Performance. Mein System wäre auch unter win7 mit einem dicken Airliner auf einem Mega-Airport mit viel AI-Traffic nicht fliegbar im FSX, obwohl es noch nicht mal 2 Jahre alt ist. Aber es ist halt noch kein i7 drin und da reicht halt win7 alleine eben nicht aus. Aber über unsere Ansprüche über die FPS haben wir ja schon ein paarmal Differenzen festgestellt. Bei mir ist ein Airliner mit nur 10-12FPS eben immer noch unfliegbar. Soviel dürfte ich maximal nämlich auf einem grossen Airpoert erwarten mit win7.
Aber, egal…
Mike
Montag, 21.Dezember 2009 um 20:53
Arrggll, Mike – nicht so ernst nehmen, bitte!
Jeder soll mit seinem System glücklich werden und jo, wir haben unterschiedliche Einstellungen zum Thema fps.
Ich mache hier mit meinem Athlon 6000+ und Win7 sehr gute Erfahrungen soweit. Ich muss auch zugeben, dass mir der FSX irgendwie besser gefällt. Ich finde bspw. das Flugverhalten besser getroffen und die MD11 von PMDG läuft bei mir wesentlich stabiler im FSX. Auch an der LSH MD80 habe ich im FSX noch mehr Freude
Ich möchte aber auch klarstellen, dass ich keinen missionieren will und wenn ich dir zu sehr auf die Füße gestiegen bin, Mike, dann tut es mir leid!
Viele Grüße,
Ingo
Dienstag, 22.Dezember 2009 um 00:06
Es wird alles nicht so heiss gegessen, wie’s gekocht wird…;)
Ich stehe ja eigentlich längst in den Startlöchern für Win7, aber solange es noch keine Lösung für den PFC Throttle gibt, halte ich mich noch zurück, denn auf den werde ich (siehe oben) keinesfalls verzichten. Leider ist der noch seriell…
Und für mein Aerosoft-Australia 747-MCP gibt’s eh schon lange keine Treiber mehr…ausser Lefteris bemüht sich mal wieder..
Aber das ist der Grund, warum mir diese “nimm doch einfach win7″-Ratschläge auf den Keks gehen. Ich weiss ja, dass es damit sahniger läuft, aber eben….
Mike
Dienstag, 22.Dezember 2009 um 06:28
Wer verkauft dir denn so eine Scheiße, Mike?
Serialport … tsss *ggggggggggggggggggggggg*
Dienstag, 22.Dezember 2009 um 10:55
Hallo Community,
im Trailer schreibt Holger, es gäbe keine brauchbare Flugplanungssoftware für den FSX. Was ist mit dem “Flight Sim Commander” von Sacha W. Felix (http:/fscommander.com)? Ich glaube, das Tool ist durchaus brauchbar….aber ich stütze meine Meinung in der Tat nur auf die Webseite, habe das Tool selber nie eingesetzt.
Gruss,
Thorsten
Dienstag, 22.Dezember 2009 um 12:54
Yepp, der wusste wohl sehr gut, warum er den Schmarn loshaben wollte…
))
Dienstag, 22.Dezember 2009 um 17:30
Hallo Mike,
das problem hatte ich auch. Fehler:
Win7 geht über in ein kompatibilitäts modus und haut dir die frames weg.
Wenn man jetzt dabei geht und im TaskManager die dwm.exe killt (wird eigentlich resetet) kehrt Windows zur Aerooberfläche zurück und booom sind die frames super. Ich kam nie über 40-50 Frames im Standardflug raus, bei XP hatte ich 120. Nach der Prozedur habe ich die gleichen Frames wie bei XP.
Das Programm sieht gut aus und hört sich wirklich gut an. Ich habe leider schon den FSCommander, aber die Anflug und Abflugkarten sind ja klasse. Da kann man ja glatt mal den Demomodus testen.
Danke für das Review!
PS: Win7 ist ein absolut geniales Betriebssystem seit DOS.
Dienstag, 22.Dezember 2009 um 23:47
Hallo Holger,
Deine Worte:
Nun wenn man so eine Rezension schreibt und so einen Satz behauptet, sollte man sich vorher den Markt anschauen. FSCommander ist für den FS9 und FSX. Ein Blick auf die Features unter http://www.fscommander.de/features.htm zeigt was dieses Tool kann.
Schau mal rein, Du kannst die Software kostenlos zum Test runterladen. Danach solltest Du eigentlich den oben erwähnten Satz korrigieren.
Gruß Eric
Mittwoch, 23.Dezember 2009 um 00:10
Das mit dem Fs-X kann ich ehrlich gesagt nicht mehr höhren.FS-9 hat seine guten Seiten und der FS-X auch. Und da viele einige lange Zeit seit erscheinen des FS-9 gebraucht haben den einigermaßen zum fliegfen zu bringen mit vielen Stunden mühsehliger Arbeit und Investitionen das er vernünftige FPS bringt, ist es ja wohl klar, das man nicht sofort den nächsten schxxxx gleich nochmal so abziehen will um das man ein flüssigen Simulator als sein eigen bezeichnet. Und schon garnicht in einer Finanzkrise.
Deshalb finde eich es langsam ermüdent was besser ist und was nicht.
Das dazu,…
Wegen des Tools oben, ja warum nicht? Wenn das Tool für diesen Preis auch die FPS nicht beeinflusst wie der SimCommander , dann ist das ein gutes Stück Gewinn für die FS-X Flugkameraden..:)
Flugerfahrungen wären natürlich hier angebracht dazu. Denn irgendwann steige ich auch um auf FS-X…. wenn nicht noch ne Finanzkrise kommt:)
Frohe Weihnachten allen ….:)
Mittwoch, 23.Dezember 2009 um 11:21
Hi,
irgenwie wurde der Satz den ich meinte abgeschnitten. Deshalb hier nochmal.
“Gerade FSX-Piloten wird dieses Tool eine riesige Hilfe sein – gibt es doch für diesen Simulator praktisch keine brauchbare Flugplanungs-Software, geschweige denn Kartenmaterial im Sinne einer Moving Map”
Übrigens FSCommander gibt es bei Simmarket zu kaufen unter http://secure.simmarket.com/flightsim-commander-v8-(de_2194).phtml
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Gruß Eric
Mittwoch, 23.Dezember 2009 um 12:13
Hallo Eric,
danke für Dein Feedback. Ich habe den alt-ehrwürdigen Flightsim Commander seit Jahren im Einsatz. Um genau zu sein, seit dem ersten Tag, an dem ich den FSX installiert habe. Denn der gute alte FSNavigator wurde ja leider nicht mehr weiter entwickelt. Ich kenne den Flightsim Commander wirklich recht gut. Ich behaupte ja nicht, dass dieses Tool “schlecht” sei. Deine Unterstellung, ich hätte mir den Markt nicht angeschaut, ist so nicht richtig. Um es ganz klar zu sagen: Es gibt KEINEN aktuell auf dem Markt befindlichen Flugplaner, den ich nicht besitze.
Wenn ich von einer brauchbaren Flugplanungssoftware im Sinne einer Moving Map schreibe, dann meine ich beispielsweise jene Informationen, die ich auf der Moving Map während eines SIDs, eines STARs oder Enroute angezeigt bekomme. Also die Radiale, die geltenden Restriktionen an den einzelnen Wegpunkten etc. Auch die Möglichkeit, jederzeit während des Fluges Änderungen in einem solch großen Umfang vorzunehmen, habe ich bei keinem anderen Produkt bisher gesehen.
Ein anderer Punkt ist die Bedienbarkeit. Electronic Flightbag ist aus meiner Sicht absolut intuitiv bedienbar. Diese Erfahrung habe ich beim Flightsim Commander nicht gemacht.
Ich bin mir sicher, dass der Flightsim Commander auch viele Vorzüge gegen Electronic Flightbag oder anderen Planungsprogrammen hat. Aber hey, wir haben hier Electronic Flightbag rezensiert und keinen umfassenden Vergleich zwischen allen am Markt befindlichen Programmen vorgenommen.
Wer sich intensiver mit dem Thema Flugplanung / Karten / Moving Map / interaktive Flugführung etc. beschäftigen möchte, dem lege ich Electronic Flightbag sehr ans Herz. Mehr als andere Programme. Das soll der Tenor dieser Rezension sein.
In diesem Sinne ein frohes Fest schonmal
Holger
PS: Ob ein Produkt im simMarket verkauft wird oder nicht, spielt bei der Bewertung eines Produkts keine Rolle. Aber das ist, denke ich, selbstverständlich. Am simMarket haben wir keine Aktien…
Mittwoch, 23.Dezember 2009 um 13:01
Hallo Holger,
danke für die Antwort.
Dir auch schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Grug Eric
Freitag, 25.Dezember 2009 um 08:13
Hi,
Obwohl mir dies als Autor des FlightSim Commander eigentlich nicht zusteht, muss ich mich doch einmal in die Diskussion einklinken, da ich die Einleitung von Holgers Rezension als ausgesprochen ärgerlich empfinde.
Natürlich steht es einem Rezensenten frei, das rezensierte Programm vorbehaltlos zu loben und auch es für das beste Programm seiner Gattung zu halten. Doch angesichts von FS Build, FS Commander, FS Flight Keeper, etc. davon zu sprechen, dass es für den FSX “praktisch keine brauchbare Flugplanungs-Software, geschweige denn Kartenmaterial im Sinne einer Moving Map” gibt ist m.E. voll daneben und diskreditiert nicht nur den Rezensenten, sondern leider auch das von ihm besprochene Produkt.
Um ein Programm als hervorragend und überlegen darzustellen, muss man nicht alle anderen als quasi “unbrauchbar” apostrophieren. Das ist ausgesprochen schlechter Stil und in der Flusi-Szene auch unüblich. Mein eigenes Programm (FS Commander) hat sicherlich Vorzüge, aber auch Schwächen und Mängel, was sich schon allein daran zeigt, dass wir immer wieder von Usern Vorschläge zur Verbesserung bekommen. Ich käme daher nie auf den Gedanken, mein Programm als einzig “brauchbare” Flugplanungs- und Moving Map-Software zu bezeichnen.
Nun ist Holger ja in seiner Antwort auf Eric bereits etwas zurückgerudert, aber eben nur etwas. Die “intuitive Bedienbarkeit” ist ein Totschlagargument, mit dem man ohne weitere Begründung jede Software madig machen kann. Möglicherweise hängt die fehlende intuitive Bedienbarkeit auch mit den Intuitionen des Betreffenden zusammen. Natürlich mag ein rezensiertes Produkt Features aufweisen, die andere ähnliche Programme vermissen lassen. Doch das macht diese Programme nicht gleich “unbrauchbar”. Ein solcher, offen zur Schau getragener Tunnelblick gibt Anlass zu unliebsamen Spekulation.
Fazit: auch eine äusserst positive Renzension sollte ein gewisses Mass an Objektivität und Fairness walten lassen und nicht alles andere als “unbrauchbar” erklären.
Ansonsten ein schönes Neues Jahr
Sascha
Freitag, 25.Dezember 2009 um 09:34
Hallo Sascha,
danke für dein Posting.
Zuerst einmal danke ich, dass unliebsame Spekulationen fehl am Platz sind. Holger und ich arbeiten seit fast 7 Jahren auf der .de zusammen und ich bilde mir ein, ihn dadurch etwas zu kennen; Holger ist sicherlich einer der letzten, die solche Spielchen anfangen würden, auf die du anspielst.
Ob wir die Einleitung anpassen, werde ich mal mit Holger diskutieren. Ich lese/interpretiere sie etwas anders, aber dein Gedankengang ist nachvollziehbar. Bitte erwartet jetzt aber nicht übermäßig schnelle Reaktions-Zeiten; es ist Weihnachten und jeder von uns hat (manchmal) besseres zu tun, als am PC zu kleben.
Viele Grüße,
Ingo
Freitag, 25.Dezember 2009 um 20:33
Hallo Sascha,
Deinen Kommentar hättest Du Dir wirklich sparen können. Auch nach dem dritten Durchlesen frage ich mich ernsthaft, was Du damit aussagen wolltest. Du widersprichst Dir selbst, indem Du sagst, ein Rezensent habe das Recht, seine Meinung frei zu äußern und ein Produkt über alle andere zu heben – und Dich im weiteren Verlauf Deines Kommentars darüber echauffierst, dass ich genau das getan habe. Indem ich andere Moving-Maps nicht für brauchbar halte.
Ich verstehe auch nicht den Unterton, den Du in den Kommentar mit einbringst: “Ein solcher, offen zur Schau getragener Tunnelblick gibt Anlass zu unliebsamen Spekulation.” Bitte sage es ganz klar, was Du damit aussagen willst. Dererlei Spielchen mit diffusen Andeutungen mag ich nicht. Um es ganz klar zu sagen: Ich bin nicht bestechlich! Solltest Du genau das meinen, so möchte ich Dich daran erinnern, dass Du Gast auf dieser Seite bist und das ich ein solches Verhalten hier nicht toleriere.
Du wirst sicherlich verstehen, dass ich nicht in der Position bin, mich Dir gegenüber zu rechtfertigen. Warum Electronic Flightbag in meinen Augen besser ist als manch anderes Produkt, kannst Du im oben stehenden Text nachlesen. Wenn es zur Klärung beiträgt, erkläre ich aber gerne, was ich mit “gibt es doch für diesen Simulator praktisch keine brauchbare Flugplanungs-Software, geschweige denn Kartenmaterial im Sinne einer Moving Map…” meine:
Brauchbares Kartenmaterial sind professionelle- oder semi-professionelle Karten, die Informationen zur Bewältigung der Flugstrecke enthalten. Also Informationen über Lufträume, Wegpunkte, geltende Restriktionen an den jeweiligen Wegpunkten, Angaben über Navigationseinrichtungen, zu fliegende Radiale und die Entfernungen dazwischen. Wenn dieses Kartenmaterial nun auch noch mit einem Flugplaner und einer Moving Map verknüpft ist, dann ist es um so besser. Eine gute (Moving) Map ist eben ein klein wenig mehr, als verschiedene Wegpunkte mit einem Strich dazwischen und einem Flugzeugsymbol! Solche Dinge mögen zwar vielen Leuten gefallen, sind aus meiner Sicht aber nicht ausreichend, um einen Flug so realitätsnah wie möglich durchzuführen.
Weil Sascha nun aber auch noch FS Flight Keeper angeführt hat: Dieses wirklich wunderbare Programm gehört gar nicht in diese Kategorie, weil es kein Flugplaner ist. Und FS Flight Keeper kann deutlich mehr, als “nur” eine Moving Map darzustellen. Wer sich für FS Flight Keeper interessiert, dem seien die drei ersten Ausgaben des FS Magazins empfohlen – ich habe ein halbes Jahr darüber geschrieben, wie man mit FS Flight Keeper “richtig” fliegt! Deswegen: Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Euch allen noch frohe Weihnachten.
Holger
Sonntag, 27.Dezember 2009 um 16:36
Hallo,
nu wenn man einen Tischlermeister fragen würde: Was ist besser, einen Hammer oder einen Schraubendreher kaufen? Dann würde er antworten – auch wenn mansche behaupten, dass man auch mit dem Hammer schrauben kann – kauf beide, denn als Tischler wirst Du beide benötigen. Es wäre falsch zu behaupten, dass der Schraubendreher das beste und einzig brauchbare Werkzeug wäre.
Das ist aus meiner Sicht der Fehler den Holger gemacht hat und für Empörung gesortgt hat. Ich habe mir FlightBag angeschaut und finde das Produkt super. Ich finde es daher hervorragend, dass Holger darüber rezensiert hat. Schade aber, dass der Anfang so ungeschickt war.
Ob FSCommander oder FlightBag beide Produkte gehören zur spitzen klasse und sind zu fären Preise zu bekommen. Deshalb sollte man so fär sein und den unglücklichen Anfang dieser Rezension überarbeiten.
Gruß Eric
Sonntag, 27.Dezember 2009 um 17:09
Liebes Simflight.de Team,
Diese Review ist für mich der erneute Beweis, dass ihr der Konkurrenz immer weiter hinterher hinkt. Reviews werden nicht nur schlecht mit Bildern untermalt, sondern zeugen einfach von einer Befangenheit und beinahe schlampigen Rezension. Einzig bei aktiven oder ehemaligen Profis aus der Luftfahrt (Oski und Co.) sieht man, dass diese Leute wirklich etwas von der Materie verstehen. Die Kartendarstellung im EFB ist mit einer Vielzahl an Fehlern und Mängeln behaftet die ihr nicht erwähnt. Oder habt ihr einmal eine solche Karte mit einer realen SID/STAR verglichen. Wohl kaum, sonst wäre euch aufgefallen, dass etwa eine MSA komplett fehlt.
Wer über kommerzielle Produkte urteilen will soll sich auch bitte entsprechend mit der Materie auseinandersetzten und nicht einfach etwas in die Welt hinausposaunen. Es scheint so, als wäre eine interne Qualitätssicherung nicht vorhanden, sonst müssten solche Mängel auffallen. Bitte tut der Szene also den Gefallen und verbessert also eure Reviews inhaltlich oder belasst es beim schlichten Posten von News…
Schade, dass sich eine solche Tendenz abzeichnet!
Lieber Gruss,
Michael
Sonntag, 27.Dezember 2009 um 18:27
Hallo Michael,
danke für dein Feedback.
Ein paar Gedanken und Fragen meinerseits zu dem Thema:
- Woran machst du bei uns Befangenheit fest?
- Qualitativ glaube ich, brauchen wir uns vor keiner anderen Webseite oder sonstigem Medium zu verstecken. Viele andere sind dazu übergegangen, amerikanischen Stil zu verwenden und alles hochzujubeln (diese Rezension ist ein schlechtes Beispiel dafür, aber die A320 Rezension bspw. schon).
- Was die MSA angeht – wie viele normalsterbliche Simmer beachten und brauchen diese? Dass sie fliegerisch relevant ist, darüber brauchen wir nicht reden.
- Wer Rezensionen schreibt hat ein schwieriges Spannungsfeld zu überbrücken. Es ist einfach ein Produkt zu zerreißen und es ist einfach es hochzujubeln. Die zentralen Fragen einer Rezension sind:
* Was wurde beworben
* Wurde das auch eingehalten
* Wie ist das Preis- Leistungsverhältnis
- In eine Rezension wird immer die Meinung eines Rezensenten und sein Empfinden zur Brauchbarkeit einfließen. Wir dürfen aber alle hier nicht vergessen, dass wir von einem Flugsimulator und keinem Trainingsgerät für angehende ATPLer reden. Es ist heute schon so, dass bestimmt jenseits der 75% der Simmer mit der simulierten Realitätsnähe überfordert sind, oder am Rande ihrer Fähigkeiten. Ein Abgleich, dass also manche Dinge in Realität vorhanden sind und in einem Produkt nicht, muss nicht zwingend ein Makel am Produkt sein.
Würden wir so bewerten ist jedes (auch eine PMDG MD11) Flugzeug gänzlich unrealistisch, da es kein Aircraft Acceptance Sheet gibt und auch keinen Maintenance-Seitigen Status des Fliegers (Deferred Items, MEL relevante Items und was da noch so alles von Relevanz ist).
Braucht das ein Simmer? Nein – also brauche ich es auch nicht kritisieren.
Dass Holger jetzt die fehlende MSA nicht aufgefallen ist, bitte … dazu soll er mehr sagen. Ich halte es für unrelevant für die Bewertung vom Produkt.
Auf inhaltliche Fragen werde ich nicht weiter eingehen, da soll Holger antworten.
- Zum Thema sich mit der Materie auseinander setzen und interne Qualitätssicherung: wie soll die denn bitteschön aussehen? Nein, es gibt keinen festgelegten QS-Prozess bei uns – jeder aus dem Redaktionsteam schaut mal drüber und letztlich stehen Holger und ich dann gerade – in umgekehrter Reihenfolge, da Holger als der Chefredakteur letztlich für allen Inhalt verantwortlich ist.
Michael: ich biete dir hiermit an, ab heute auf freiwilliger Basis, auf der wir alle in der Redaktion und im Review-Team arbeiten bei uns mitzuhelfen und die Qualitätssicherung zu übernehmen.
- Dieser Punkt ist der Punkt, wo bei mir inzwischen immer öfter sich der Puls erhöht. Alle Aufrufe sich zu engagieren verhallen in der Regel ungehört. Dies ist auch bei der .com nicht anders und schaut man auf die Aufrufe auf anderen deutschen Seiten sieht es nicht besser aus. Hat zwar mit der Rezension nur peripher zu tun, ich erwähne es inzwischen aber immer wieder gerne, da die Flusi-Szene mir in der Hinsicht auch immer weniger Spaß macht – jeder der sich in irgendeiner Form engagiert, wird kritisiert für Kleinkram und heute wundern sich alle, warum so wenig Freeware geschrieben wird – ich wundere mich nicht!
Kritik gerne und jederzeit – Rumgemecker und gepöbel macht keinen Spaß. Vor allem, wenn man sieht, dass im Regelfall alle Meckerer nicht bereit sind sich zu engagieren (leider die traurige Erfahrung in 3 Jahren Review-Team-Leitung).
- Zur Qualität des Teams: jeder aus dem Team ist in irgendeiner Form mit der realen Fliegerei verbandelt – von den aktiven Schreiben ist die Verteilung zu denen, die einen PPL oder höher haben oder hatten mind. 50:50 gegenüber denen ohne Flugschein. Wer keinen Flugschein hat, arbeitet in vielen Fällen in einer Airline oder einem angrenzenden Betrieb und hat so einen gewissen anderen Einblick als viele andere User.
- Um solchen Tendenzen entgegen zu steuern, kann man selbst aktiv werden – an dieser Stelle die x-te Einladung dazu!
Meine Email ist ingo@simflight.de
Und an dieser Stelle noch eine unprofessionelle und persönliche Anmerkung an alle Meckerer: danke, dass ihr einem das Hobby so richtig versüßt, Freude bereitet an der Arbeit, die man investiert und man als der sich Engagierende immer in der Sicherheit wiegen kann, dass es an Freiwilligen, die bereitwillig und engagiert helfen niemals mangeln wird.
Dieses Statement für Michaels Kommentar ein reichlich überzogenes Statement, das weiß ich selber, aber mir diesen Scheiß mit Qualitätssicherung und blabla vorwerfen zu lassen, schießt gerade echt den Vogel ab.
Das hat mit dieser einen Rezension nichts zu tun, sondern damit, dass es frustiert, wenn du kontinuierlich über lange Zeit dich bemühst einen ordentlichen Job in deiner Freizeit zu machen, positives Feedback Mangelware ist und die einzigen Rückmeldungen in der Regel Gemecker sind.
Es geht auch nicht darum, dass alles sofort toll ist, bloß weil man sich Mühe gibt – bei weitem nicht und ich hasse nichts mehr, als dieses “aber er hat sich so viel Mühe gegeben”. Wenn das Ergebnis scheiße ist, dann ist es scheiße, egal wie viel Mühe drin steckt.
Mir platzt nur heute zu dem Thema echt mal der Sack … ist unprofessionell und sollte ich nicht posten, weiß ich.
Mache ich trotzdem in der Hoffnung, dass es in manchem Kopf eine emphatische Regung erzeugt.
Ingo
Sonntag, 27.Dezember 2009 um 18:47
Lieber Ingo,
Ich verstehe deinen Gesichtspunkt und kann deine Meinung auch zu einem gewissen Grad nachvollziehen.
Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass diese Review (wie einige andere übrigens auch) nicht mit der nötigen Detailschärfe bearbeitet wurden. Denn wie sonst kannst Du Dir erklären, dass solche Mängel zu Tage treten?
Wenn die MSA für dich im fliegerischen Kontext keine zentrale Bedeutung hast, dann darfst Du auch nicht von realitätsgetreuen Simulation sprechen. Diese Höhenangaben sind von zentraler Bedeutung und gehört auf jede Flugkarte. Schliesslich ist es DIE Kernfunktion der besprochenen Software, Kartenmatrial darzustellen. Ein konkreter Vergleich mit realem Kartenmaterial fehlt bei Euch komplett. Dies zeigt mir den eingangs beschriebenen Eindruck auf!
Ich gebe Dir recht, dass heute immer mehr gemeckert als anerkennt wird. Dies kann ich vollkommen verstehen und wohl nicht im Ansatz nachvollziehen, was eine solche Review an Arbeit bedeutet. Dennoch hat man ebenso wie ein Medium TV Einfluss auf eine spätere Meinungsbildung, hier in Form einer möglichen Kaufentscheidung. Dem Leser sollte einfach bewusst sein, dass hier oberflächlich getestet wird. Oder wie erklärst Du den Umstand, dass bei Euch keine Bewertungsskala besteht, die eine abschliessende Bewertung ermöglicht. So muss der Leser sich aus dem Text eine eigene “Bewertung” ausdenken, dies sollte eigentlich nicht sein. Sondern er sollte wissen, okay dieses Produkt – logischerweise in der subjektiven Betrachtung des Autors – erreicht eine Wertung X.
Ja, viele User sind wohl mit den Funktionen die gewisse Produkte bieten überfordert. Aber heisst dies dann direkt, dass der Hersteller bewusst auf etwas verzichten kann das in der Realität einen gewissen Einfluss hat? Aus meiner Sicht nicht. Eine Vereinfachung ist gerechtfertigt wo dies auch keinen Einfluss auf den Flugverlauf hat. Oder hast Du jemals NOTAMs für einen Flug im FS geprüft? Ich behaupte mal nicht, denn sie haben keinen Einfluss da sie nicht simuliert werden. Dass auf einer STAR Karte jedoch die Mindestflughöhen fehlen ist doch ein zentraler Fakt nicht? Oder wie gedenkst Du dein Höhenprofil zu gestalten.
Dies zeugt für mich einfach davon, dass das Produkt nicht ausreichend geprüft wurde sondern einfach an der Oberfläche gekratzt wurde. Du selber schreibst:
* Was wurde beworben
* Wurde das auch eingehalten
Der EFB ist ein Produkt das Kartenmaterial darstellen will. Ja, nirgends wird etwa versprochen, dass eine Profile View der IAC angezeigt wird und dies dann nicht wird, aber das wäre als würde man bei einem Payware Flieger die Sounds weggelassen…nicht vollständig! Dies ist ein Fakt denn Du hier nicht wegdiskutieren kannst!
Wo ich Dir absolut Recht gebe, ist im Punkt, dass der Leser dann seine Interpretation dessen macht. Dies ist aber nur dann gegeben, wenn die Review auch umfangreich erstellt wurde. Was hier def. nicht gegeben ist!
Danke für Dein Angebot bei Euch einzusteigen. In anbetracht des grossen Zeitaufwandes und meiner Beschränkter Freizeit verschiebe ich eine Annahme jedoch gerne auf später!
Liebe Grüsse,
Michael
Sonntag, 27.Dezember 2009 um 19:01
Hi Michael,
danke für deine differenziert und gut geschrieben Antwort.
Da ich die Rezension nicht geschrieben habe, soll Holger dazu was schreiben – das Feld ist bestellt, du hast deine Punkte meines Erachtens gut dargelegt.
Parallel habe ich dich per Email kontaktiert, da mich manche Fragen, bzw die Antworten dazu noch im Speziellen interessieren, diese aber nicht unter die Kommentare auf die Seite gehören.
Eben ist gerade aber die Email zurückgekommen – irgendwas scheint also mit der von dir hinterlegten Email nicht zu stimmen – kannst du mich bitte kurz unter ingo@simflight.de per Email kontaktieren, damit ich dir meine Email schicken kann?
Der Punkt der journalistischen Verantwortung ist natürlich ein richtiger, wichtiger und gemeiner
Gemein insofern, da viele Dinge heute schon so speziell sind, dass sie schwer richtig zu bewerten sind, wenn man sie aus einem journalistischen Blickwinkel betrachtet (siehe viele Reportagen heutezutage). Dennoch sollte natürlich die Ambition sein, dieser Verantwortung so gerecht wie möglich zu werden, fürwahr!
Viele Grüße,
Ingo
P.S.
Puls dürfte wieder bei 100 angekommen sein
Sonntag, 27.Dezember 2009 um 22:03
Hallo zusammen,
danke für die fortgeführte Diskussion.
@ Eric: Ich werde den Anfang meiner Rezension nicht überarbeiten. Ich kann ganz genau sagen, warum die Wortwahl nach wie vor korrekt ist. Ein Teil ist bereits in meiner Antwort an Saschas unglücklichen Kommentar geschrieben. Aber wie gesagt – hierbei handelt es sich NICHT um eine Rezension zu Flightsim Commander sondern um ein anderes Produkt. Deswegen sollten wir es dabei erstmal belassen. Sonst kommen wir in den Wald…
@ alle:
Michael hat zwei verschiedene Dinge angesprochen:
1.) die generelle Qualität unserer Rezensionen
2.) Kritik an meiner Electronic Flightbag-Rezension
Meine Meinung hierzu:
1.) Wenn Michael der Meinung ist, dass wir der Konkurrenz hinterhinken, dann möge er bitte bei der Konkurrenz lesen. Oder es selbst besser zu machen. Wir haben es bei manchen “nicht genehmen” Rezensionen, dass sich Leser über die Meinung des Rezensenten empört haben. Aber wenn man sie dann gefragt hat, es selbst besser zu machen, ist NIE etwas gekommen. Also, lieber Michael, Ingo hat Dich eingeladen, mitzuwirken, und ich möchte diese Einladung unterstreichen. Denn es ist soooo einfach, zu meckern. Doch konstruktive Kritik zu äußern und diese auf ein öffentliches Podium zu stellen – daran scheitern viele. Wie ich lese, wirst Du Dich nicht der Öffentlichkeit stellen. Ja, Freizeit ist ein beschränktes Gut. Ich weiß das. Ich verstehe auch nicht, wie ich es trotz eines anstrengenden Jobs mit Personalverantwortung und einem zeitraubenden ehrenamtlichen Engagements UND darüber hinaus gehenden sozialen Verantwortungen schaffe, Euch als Chefredakteur von simFlight.de diesen Service zu bieten.
2.) Wie ich bereits oben in Antwort auf Saschas unglücklichen Kommentar geschrieben habe: Ich bin bestimmt nicht befangen! Ich empfinde eine solche Unterstellung als bodenlose Frechheit! Deswegen auch an Dich die Erinnerung, dass Du nur Gast auf dieser Seite bist und dass ich solche Kommentare nicht toleriere! Derartige Kommentare werden zukünftig gelöscht.
Was das Thema MSA betrifft: Hierbei muss ich jetzt wirklich ein wenig schmunzeln. Weißt Du eigentlich, was die MSA tatsächlich ist und auf welchen Charts sie überhaupt von Bedeutung ist? Schön, dann weißt Du ja auch, dass diese auf SIDs und STARs nichts zu suchen hat. MSA-Einträge sind meistens Bestandteile auf High Altitude Enroute Charts – also wenn der Höhenmesser auf ICAO Standard-Atmo eingestellt ist. Darunter sind Höhenangaben auf Basis MSL verbindlich – und die sind in Electronic Flightbag an den jeweiligen Wegpunkten enthalten. MSA hat auch i.d.R. einen größeren Radius als die MRVAs. Deswegen wären sie auf SIDs und STARs zu ungenau. Wenn Du also auf einer ICAO-Karte 1:500.000 eine MSA-Angabe findest, dann deckt sie einen sehr großen Quadranten ab und hat nichts mit einer verbindlichen Höhenrestriktion an fest definierten Wegpunkten zu tun, wovon ich in der Rezension spreche. Um es kurz zu machen: Man darf guten Gewissens unter die published MSA während eines Approaches sinken, sofern von der ATC oder vom SID / STAR angewiesen. Und das sind, wie gesagt, MSL-Angaben.
Lieber Michael, kannst Du mir bitte einen SID / STAR nennen, in dem es MSA-Angaben gibt? Habe mir gerade die Charts für EDDM und KEWR angschaut – da gibt es nichts dergleichen.
Zum Thema “schlampige Recherchen” etc. und “Profis aus der Luftfahrt” möchte ich nur sagen, dass das Verhältnis Realpiloten zu Stubenpiloten bei uns 50:50 ist und dass eigentlich alle eine Verbindung zur realen Fliegerei haben. Ich werfe einfach mal meinen gültigen PPL in die Waagschale und hoffe, dass dieser ausreichen wird, um von Michael akzeptiert zu werden.
Viele Grüße
Holger
Montag, 28.Dezember 2009 um 01:06
Hallo Holger,
Danke für deine Antwort. Kurz zum Thema MSA. Mit deinem Post hast Du Dir direkt den eigenen Ast nicht nur an-, sondern direkt abgesägt. Denn ich glaube, dass DU nicht genau weisst was eine MSA ist. Eine MSA hat vornehm etwas mit der Terminal Area zu tun. Der Enroute-Teil wird durch MORA, MEA usw. abgedeckt. Korrekterweise darfst Du unter die MSA sinken wenn gewisse Gegebenheiten erfüllt sind. Doch darum geht es ja gar nicht. Jede korrekte SID/STAR und IAC verfügt über eine Angabe der MSA. Sie geben dir im Radius von 25Nm eine OCH von 300m (1000ft).
Dies belegt z.B. diese Chart hier: http://edmm.vacc-sag.org/downloads/charts/EDDM/EDDM_STAR-01_NORTH_20091119.pdf (STAR)
http://edmm.vacc-sag.org/downloads/charts/EDDM/EDDM_APCH-03_ILS_26L_20091119.pdf (IAC)
Gerne poste ich hier noch weitere Links.
Liebe Grüsse,
Michael
Montag, 28.Dezember 2009 um 14:27
Hallo Michael,
eine Bitte: Komm mal ein wenig “runter”.
Ich sitze gerade 600 km nördlich von meinen Ordnern erntfernt. Ich habe hier allerdings einen etwas angestaubten Jeppesen Chart (also Real Aviation) für EDDM – und glaube mir, da ist keine MSA enthalten. Wenn ich jetzt im Internet nach Charts recherchiere, die NICHT nur für die Flugsimulation sind, dann finde ich auch Charts ohne diese Angabe. Schau Dir bspw. mal den Chart für KEWR an:
http://flightaware.com/resources/airport/EWR/STAR/HELON+ONE/pdf
Um nun aber zu einem Ende dieser belanglosen Diskussion zu kommen – hier nochmal hochoffiziell von mir: “Electronic Flightbag verfügt nicht über eine MSA-Angabe, was dazu führen kann, dass einige User nicht in der Lage sein werden, ein Descend-Planning zu machen.”
Viele Grüße
Holger
Donnerstag, 7.Januar 2010 um 12:44
Lieber Holger,
Als Antwort auf eine Reaktion von Sascha schriebst Du Folgendes:
“[..]dass ich genau das getan habe. Indem ich andere Moving-Maps nicht für brauchbar halte[...]”
Und eben da liegt ein Haken: Du hast im Trailer von “Flugplanungs- Software” geschrieben, du hast Dich eben nicht auf “Moving-Maps” beschränkt! Lies den Trailer bitte nochmal.
Und ich kann die Reaktion von Sascha gut verstehen, leztendlich ist Deine Bemerkung im Trailer eine Ohrfeige für alle Autoren einer komplexen Flugplanungssoftware, und das ist nicht der Stil, den wir bisher in der Szene gewohnt sind.
Laßt uns doch bitte die ganze Detaildiskussion an die Seite schieben und den Kern der Aufruhr erfassen und benennen! Und das war nun einmal eine unglicklich gewählte Bemerkung im Trailer, steh’ doch einfach dazu.
Freitag, 8.Januar 2010 um 18:37
Hallo Thorsten,
danke für Deinen Beitrag. Ich stehe nach wie vor zu jedem einzelnen Satz in der Einleitung. Der FS Commander hat seine Vorzüge, Electronic Flightbag hat seine Vorzüge. Und ja, ich finde das die Vorzüge bei Electronic Flightbag überwiegen.
Aus journalistischer Sicht habe ich kein Problem damit, ein besonders gutes Produkt auch als solches zu benennen und es qualitativ höher als substituierende Produkte einzustufen. Aus fachlicher Sicht habe ich ebenso wenig Probleme damit, denn das vorliegende Produkt erfüllt sehr viele Anforderungen, die PC-Piloten im Alltag haben.
Wenn ich sage, dass es ansonsten keine brauchbaren Addons dieses Genres gibt, dann bezieht sich das in erster Linie auf die Kombination aus Flugplanung und Moving Map. Ich bin mir sicher, dass mir sehr viele Leser zustimmen werden, wenn ich sage, dass ein einfacher Strich mit einem Flugzeugsymbol darauf (um es einmal plakativ auszudrücken) nicht für eine glaubwürdige Moving Map ausreicht. Und daran scheitern leider viele Programme.
Electronic Flightbag übernimmt die sehr gute Flugplanung von VATroute, Routefinder oder von Software generierten Quellen und macht diese editierbar. Und das sogar ausgesprochen einfach… Das heißt, man kann damit wunderbar planen und hat obendrein auch noch überzeugendes Kartenmaterial. Warum also sollte ich dann dieses überlegende Produkt nicht auch als solches benennen?
Der Stil, mit dem diese Diskussion geführt wird, gibt mir übrigens auch zu denken. Dass man vom Entwickler eines Konkurrenzprodukts gleich als “bestechlich” dargestellt wird, hat es bisher in der Szene nicht gegeben. Unter dem Strich bleibt damit lediglich stehen, dass der Entwickler ein Problem mit dem Rezensenten hat. Ein persönliches, wohl gemerkt. Denn auf der sachlichen Ebene sage ich dazu nur “das Bessere ist der Feind des Guten”.
Sascha Felix – und jeder andere Entwickler – hat ja die Möglichkeit, das nächste Release, die nächste Software noch besser zu machen, als es Urs von Aesch mit Electronic Flightbag nun getan hat. Und wenn wir / ich dann dieses Produkt rezensiere, dann kann es ja sein, dass just dieses Produkt dann das bessere ist. Doch in diesem Falle haben wir eben Electronic Flightbag rezensiert und nicht FS Commander, nicht FS Build, Vroute, nicht FOC.
Viele Grüße
Holger